Push or Fold: ab wann gibt es nur noch All-in?
Es gibt keine Grenze, ab der man „nur noch schiebt“. Was sich ändert, ist die Auswahl — und zwar anders als erwartet: mit 8 Big Blinds eröffnet der Solver 48 von 169 Blättern, mit 15 nur noch 30. Enger, nicht weiter.
Die Zahl
Gezählt sind Lagen, in denen vor dir niemand eingestiegen ist. Ein Blatt zählt, wenn der Solver es in der Mehrzahl dieser Lagen nicht wegwirft.
| Stack | Blätter von 169 | Lagen |
|---|---|---|
| 8 Big Blinds | 48 | 21 |
| 10 Big Blinds | 47 | 18 |
| 12 Big Blinds | 46 | 17 |
| 15 Big Blinds | 30 | 15 |
Die rechte Spalte gehört dazu: jede Stufe ruht auf 15 bis 21 Lagen. Das ist genug für eine Richtung und zu wenig für eine Schwelle. Wer aus dieser Tabelle einen Grenzwert liest, liest mehr, als darin steht.
So sieht das aus
Jedes Raster zeigt alle 169 Starthände. Farbig ist, was eröffnet wird.
8 Big Blinds — 48 Blätter
12 Big Blinds — 46 Blätter
15 Big Blinds — 30 Blätter
Warum es enger wird, nicht weiter
Mit 8 Big Blinds ist jede Eröffnung ohnehin ein All-in. Man riskiert wenig, gewinnt oft genug die Blinds, und ein Fehler kostet überschaubar — also darf die Auswahl breit sein.
Mit 15 Big Blinds kann man erhöhen und danach noch weglegen. Genau das macht die Auswahl enger: wer nach dem Erhöhen unter Druck gerät, verliert mehr als drei Blinds. Die Faustregel „je kürzer, desto enger“ ist an dieser Stelle falsch herum.
Im Raster sieht man es an den kleinen Paaren und den schwachen Assen: bei 8 Big Blinds sind sie drin, bei 15 nicht mehr.
Wo die Antwort aufhört
Alle Zahlen gelten für den ersten Einstieg in Turnieren mit Auszahlungsstruktur. Sobald vor dir jemand erhöht hat, ist es eine andere Frage. Und die Stufen sind gemittelt über verschiedene Positionen — unter dem Gun sieht jede Zeile enger aus als am Button.