Kapitel 1 hat gesagt, welche Hand gewinnt. Dieses sagt, wie es überhaupt so weit kommt: wer wann dran ist, woher das Geld in der Mitte kommt, und in welcher Reihenfolge die Karten fallen.
Eine Hand Poker dauert keine zwei Minuten und besteht aus immer denselben Schritten. Wer sie einmal in Ruhe durchgeklickt hat, verliert an einem echten Tisch den Faden nicht mehr.
Ein kleiner Chip mit einem D markiert den Geber, den Button. Er zieht nach jeder Hand einen Platz weiter im Uhrzeigersinn.
Das ist keine Formalie, sondern die wichtigste Regel des Tisches: Der Button bestimmt, wer wann dran ist. Wer spät dran ist, hat alle anderen schon handeln sehen, bevor er sich entscheiden muss. Diese Reihenfolge heißt Position, und sie ist im Poker Gold wert — deshalb wandert der Button, statt still zu stehen.
Die zwei Spieler links vom Button zahlen, bevor irgendjemand Karten sieht: der erste den Small Blind, der zweite den Big Blind. Zwei Pflichteinsätze, jede Hand, reihum.
Der Grund ist einfach: Ohne sie wäre in der Mitte nichts zu gewinnen, und jeder könnte stundenlang auf zwei Asse warten, ohne einen Cent zu riskieren. Die Blinds sorgen dafür, dass es in jeder Hand um etwas geht.
Jeder bekommt zwei verdeckte Karten, die nur ihm gehören. Dann ist zum ersten Mal Handeln dran, im Uhrzeigersinn, beginnend links vom Big Blind.
Drei Möglichkeiten, jedes Mal: Fold — die Karten wegwerfen und aussteigen. Call — den laufenden Einsatz mitgehen. Raise — erhöhen und die anderen vor die Wahl stellen.
Wer alles setzt, was er hat, geht All-in: das ist kein vierter Zug, sondern ein Raise bis zum letzten Chip.
Diese erste Runde heißt Preflop, und sie ist genau die Entscheidung, die du im Daily Quiz und in den Trainern übst.
Danach kommen Karten in die Tischmitte, die allen gehören. Jeder baut sich daraus zusammen mit seinen zwei eigenen die beste Hand aus fünf Karten — das ist die Regel aus Kapitel 1.
Sie kommen in drei Schüben, immer in dieser Reihenfolge:
Nach jedem Schub wird wieder gesetzt. Wer aussteigt, ist für diese Hand raus; sein Geld bleibt in der Mitte.
Der erste ist der offensichtliche: Es kommt zum Showdown, die Karten werden aufgedeckt, und die beste Fünf-Karten-Hand nimmt den Pot.
Der zweite ist der häufigere: Alle anderen folden. Dann gewinnst du, ohne je eine Karte zu zeigen — und es ist völlig gleich, was du gehalten hast.
Deshalb ist Poker kein Kartenglücksspiel. Gute Karten helfen; die Entscheidung, wann du weitergehst und wann nicht, entscheidet.
Die Hand unten geht knapp verloren, und das ist Absicht. Gut gespielt heißt nicht gewonnen. Über eine einzelne Hand entscheiden die Karten; über tausend entscheiden deine Entscheidungen — und genau die werden hier gemessen, nicht die Ergebnisse.
Acht Spieler, du sitzt im Hijack. Weiter rückt einen Schritt vor; nichts läuft von selbst ab, und nichts läuft davon.
Die Hand braucht JavaScript. Der Text oben steht für sich — den Ablauf kannst du auch ohne sie lernen.
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